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Methoden

Tiefenpsychologische Psychotherapie

Dieses Verfahren ist zur Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Störungen geeignet, bei denen unbewusste Konflikte eine Rolle spielen. Derartige Konflikte können sich in vielfältiger Weise äußern, z.B. in gedrückter Stimmung, in psychosomatischen Erkrankungen oder Verhaltens- bzw. Persönlichkeitsstörungen.
In der Regel sind Erfahrungen der frühen Kindheit bereits prägend. Psychodynamische Therapie zeigt uns die Nachwirkungen früherer Erfahrungen im aktuellen Erleben und Verhalten. Nachhaltig traumatische und defizitäre soziale Erfahrungen führen Menschen in Zustände, die sie nur unter Zuhilfenahme von extremen bzw. unflexiblen Persönlichkeitsmerkmalen bewältigen können, die sich als Schutzmechanismen manifestieren, aber die Selbst- und Sozialkompetenz beeinträchtigen. Abgespeicherte maligne Erfahrungen werden auch im späteren Leben immer wieder aktiviert und bereiten den Betroffenen entsprechenden Leidensdruck.
Durch diesen Druck wird zwischen ´früher´ und ´jetzt´ nicht mehr unterschieden und der Betroffene 'überreagiert', denn aus der Innenperspektive sind diese extremen Reaktionen nötig und richtig. Neutrale oder auch wohlwollende Handlungen anderer Menschen werden als verletzend erlebt. Der Betroffene fühlt sich unverstanden, es kommt zu Beziehungsstörungen.
Um aus diesem Kreislauf aussteigen zu können, wird in der Therapie eine konstruktive ressourcenorientierte Perspektive erarbeitet. Ziele dieser Arbeit sind Selbst-Wertschätzung und Selbst-Kompetenz, die Förderung persönlicher Souveränität, positiver Umgang mit dem eigenen Körper, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsförderung, Aufbau eines sozialen Netzes, berufliche Befriedigung und sinnvolle Freizeitmöglichkeiten. Die Therapie macht Vorschläge, lässt sie fallen, wenn sie nicht willkommen sind und richtet sich nach den Wünschen der Patienten und was sie sich zutrauen.Tiefenpsychologische Psychotherapie unterstützt den Patienten in seinen Zielen, die er sich selbst ausgesucht hat.
Vorraussetzung für ein Gelingen der aufdeckenden Psychotherapie ist die Fähigkeit und das Interesse, innerseelische Vorgänge zu betrachten, die Offenheit, sich auf den therapeutischen Prozess einzulassen und die Bereitschaft, neue Lösungsansätze zu entdecken und zu verinnerlichen.




Kognitive Therapie / Verhaltenstherapie

Kognitive Therapieverfahren eignen sich für eine Vielzahl von psychischen Leiden, vor allem bei situations- oder objektbezogenen Ängsten bzw. Phobien. Diese Therapieformen verfügen über den größten Wissensschatz in störungsspezifischer, symptom- und bewältigungsorientierter Therapie. Veränderungswirksam ist vor allem das, was von Betroffenen unmittelbar selbst erfahren werden kann.
Beide Methoden fokussieren das aktuelle problematische Verhalten und vermitteln neue Handlungsstrategien, die mithilfe von Expositionstechniken eingeübt werden. Da das bewältigungs- bzw. gegenwartsorientierte Vorgehen jedoch an Grenzen stößt, die es nicht überwinden kann, ist das Miteinbeziehen von Erfahrungen früherer Lebenszeiten nötig. Wichtige Situationen, die prägend waren, sollen verarbeitet und integriert werden.
Das eher handlungsorientierte Vorgehen der kognitiven bzw. verhaltenstherapeutischen Therapie wird also individuell, soweit nötig durch tiefenpsychologische Ansätze ergänzt, und mit dem Blick in die Vergangenheit und in unbewusste Prozesse vernetzt.



Entspannungstraining

Das Autogene Training nach Schultz oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson haben sich bei einem breiten Spektrum von Störungsbildern als sehr wirksam erwiesen und sind außerdem leicht zu erlernen. Heilsame Effekte von Entspannungsverfahren sind über eine kognitive Kontrolle über autonome physiologische Abläufe wie Pulsfrequenz oder Atmung zu erzielen.
Die psychotherapeutischen Verfahren verfügen über einen gesicherten Wirkungsnachweis bei nahezu allen psychischen Störungsbildern, insbesondere bei Angsterkrankungen.

Eine passive Methode der Entspannung ist die Ohrakupunktur.